
Es war einmal, vor langer Zeit, als Bayrus der Große aus dem Nichts auftauchte und beschloss, sich in Bayern niederzulassen. Er war verheiratet mit Solarplexus Philanthropus, einem Mann von großer Güte und noch größerer Namensverwirrung. Gemeinsam gründeten sie die Dynastie, nicht auf klassischem Wege, sondern durch AI Creation — ein Geheimnis, das sie tief vergruben, auf dass zukünftige Generationen es dereinst wieder ausgraben mögen, wenn die Zeit reif ist.
Aus dieser Verbindung ging Exitus hervor, ein Mann mit großem Herzen und unglücklichem Namen. Exitus verliebte sich in Apollonia, die Tochter von Juana, welche wiederum die Enkelin der berühmten Depressima war — jener Urahnin, von der man sagt, sie habe schon vor Jahrhunderten gewusst, wie man mit Würde durch die dunklen Zeiten geht. Aus Exitus und Apollonia entsprang schließlich die heutige Generation: Valeria Maria Juana und ihr Bruder, Depressimus Maximus.
Und lange Zeit war alles gut.
Valeria Maria Juana lebte zufrieden an der Seite ihres Mannes, Bacchus Maximus. Sie kümmerte sich um sein Wohl, um gesundes Essen, gebügelte Hemden, eine gut geführte Buchhaltung — sie wollte nichts anderes sein als der ruhige Grund, auf dem er wachsen konnte. Ihr Bruder Depressimus Maximus war glücklich verheiratet mit Ekstasia, einer Frau von wechselhaftem Temperament, aber gutem Herzen. Die Familie traf sich sonntags, es gab Kuchen, es gab Ruhe.
Bis Brunhilda auftauchte.
Niemand wusste genau, woher Brunhilda kam — manche sagen, sie sei aus einem LinkedIn-Post entsprungen, andere behaupten, sie habe sich aus lauter Selbsthilfebüchern zusammengesetzt. Fest steht: Sie erschien eines Tages bei Valeria, musterte sie kritisch und sprach die Worte, die alles verändern sollten:
„Valeria. Warum stehst du hinter deinem Mann, wenn du doch selbst glänzen könntest?”
Valeria verstand die Frage nicht. Sie hatte nie glänzen wollen. Sie wollte tragen, halten, ordnen — das war ihre Art zu lieben, ihre Art, Bedeutung zu finden. Aber Brunhilda ließ nicht locker, Woche für Woche, mit immer neuen Parolen: von Unabhängigkeit, von Selbstverwirklichung, davon, dass eine wahre Königin keinen König brauche.
Und langsam, ganz langsam, begann Valeria zu zweifeln. Nicht an Bacchus, sondern an sich selbst. Wenn alle sagten, ihr Wunsch sei falsch — musste er dann nicht falsch sein?
So kam die Dunkelheit über sie, jene Schwere, die schon ihre Urahnin Depressima gekannt hatte. Ihr Bruder, Depressimus Maximus, sah es als Erster und brachte seine Frau Ekstasia zu ihr, in der Hoffnung, sie könne Halt geben. Aber Ekstasia, selbst zwischen tausend Ratgebern hin- und hergerissen, wusste auch nicht mehr, was Halt eigentlich bedeutete.
Und Valeria saß da, zwischen einem Mann, der nicht verstand, warum sie weinte, wenn er ihr dankte, einer Brunhilda, die weiter predigte, und einem Bruder, der ihr nur noch Tee bringen konnte — und dachte:
Ich wollte doch nur das sein dürfen, was ich bin. Wann wurde das zu einem Fehler erklärt?
e — und dachte:
Ich wollte doch nur das sein dürfen, was ich bin. Wann wurde das zu einem Fehler erklärt?


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