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Part 3

Couple in traditional clothing examining a candlelit mirror during dinner

Der dritte Prinz

Maria kehrte heim ins eigene Land und traf dort einen Prinzen aus Nowosibirsk am Eisrand. Er trug Pelz, hatte Schultern wie ein Schrank und sprach von Frauen mit großer Verachtung, obwohl er selbst noch an der Schürze hing.

Sie saßen beim Mahl, die Kerzen brannten, die Stimmung war gerade gut, da klingelte der Zauberspiegel an der Wand. Der Prinz fuhr hoch.

„Mama!“, rief er und ging ran, noch mitten im Kuss, die Lippen halb offen.

Aus dem Spiegel schaute eine Frau mit Kopftuch und Schöpfkelle, die schon alles gesehen hatte.

„Moment, Schatz“, sagte der Prinz zu Maria, „det dauert nur kurz.“

Es dauerte eine Stunde. Dann kam er zurück und fragte: „Und wat is mit Suppe? Mama kocht jeden Tach!“

„Ick bin nich deine Mama.“

Da brach der Prinz in Tränen aus. „Du bist keene richtige Frau!“

„Und du bist keen Mann, sondern ein Kind mit Bart.“

Daraufhin streckte die Frau im Spiegel beide Arme aus dem Glas, packte ihren Sohn am Kragen und zog ihn hinein, samt Pelz, Schultern und Tränen. Der Spiegel schloss sich. Drinnen hörte man nur noch: „Iss, mein Kind, iss!“ Dort hängt er bis heute.

Moral: Wer eine Frau sucht und eine Mama meint, soll bei Mama bleiben, und zwar für immer.

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